Stillleben

Das Stillleben ist eine Kunstform, die Objekte des täglichen Lebens darstellt, oft arrangiert auf einem Tisch oder einer Fläche. Doch warum sollte man sich überhaupt mit solchen scheinbar einfachen Bildern beschäftigen?

Das Stillleben bietet die Möglichkeit, die Welt um uns herum genauer zu betrachten und die Schönheit in alltäglichen Dingen zu entdecken. Oft nehmen wir Dinge wie Obst, Blumen, oder Gebrauchsgegenstände wie Gläser und Bücher als selbstverständlich hin. Aber wenn man diese Gegenstände in einem Stillleben betrachtet, können ihre Formen, Farben und Texturen (= Oberflächenbeschaffenheit) viel intensiver wahrgenommen werden.

Ein bedeutender Aspekt des Stilllebens ist die Komposition, also die Anordnung der Objekte im Bild. Durch geschickte Platzierung können Künstler eine harmonische Balance oder auch Spannung im Bild erzeugen. Eine der bekanntesten ist die Dreieckskomposition.

Ein Stillleben kann nicht nur die äußere Welt, sondern auch innere Gedanken und Gefühle widerspiegeln, wenn die Gegenstände eine besondere Erinnerung hervorrufen.

Das Stillleben hat eine faszinierende geschichtliche Entwicklung durchlaufen. Ursprünglich wurde es in der Renaissance als Übung für junge Künstler eingeführt, um ihre Fähigkeiten in der Darstellung von Licht, Schatten und Details zu verbessern. Die frühen Stillleben zeigten oft christliche Symbole oder allegorische Elemente, um moralische Botschaften zu vermitteln.

Pieter Aertsen - Christ with Mary and Martha - Google Art Project

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Stillleben weiterentwickelt und verschiedene Stile angenommen. Während im 17. Jahrhundert in den Niederlanden Blumen- und Fruchtstillleben sehr populär waren, konzentrierten sich französische Künstler wie Paul Cézanne im 19. Jahrhundert darauf, die Formen der Objekte zu vereinfachen und die räumliche Tiefe zu erforschen.

Compotier, verre et pommes, par Paul Cézanne

In der Moderne haben Künstler wie Pablo Picasso oder Juan Gris das Stillleben genutzt, um traditionelle Formen herauszufordern und neue Ausdrucksweisen zu finden. Sie experimentierten mit verschiedenen Materialien und Techniken, brachten abstrakte Elemente ein und veränderten die Wahrnehmung von Raum und Perspektive.

JuanGrisGuitarwithClarinetKuntsmuseu

Zentangle

Zentangle ist eine Art zu zeichnen, die dir helfen kann, dich zu entspannen und kreativ zu sein.

Du brauchst dafür nur ein Stück Papier, einen Stift (Bleistift und/oder Fineliner) und deine Fantasie.

Zentangle bedeutet, dass du kleine Muster aus Punkten, Linien, Kreisen und Kurven machst, die sich immer wiederholen. Du kannst diese Muster kombinieren und verändern, wie du möchtest. Es gibt kein richtig oder falsch, du kannst einfach drauflos zeichnen, ohne einen Plan zu haben. Das macht Spaß und du wirst überrascht sein, wie schön deine Bilder werden.

Zentangle ist wie eine Meditation, das heißt, du konzentrierst dich nur auf das, was du gerade tust, und vergisst alles andere um dich herum. Das ist gut für deine Seele und dein Gehirn. Zentangle kann dir auch helfen, dich besser zu fühlen, wenn du gestresst, ängstlich oder traurig bist.

Hier zeige ich dir, wie ein Zentangle entstehen kann:

Dieses Video ist zwar auf englisch, aber der Text ist auch gar nicht so wichtig. Dafür werden hier interessante Muster gezeigt:

Probiere es einfach mal aus und entdecke, wie viel Spaß es macht.

Die Kunstrichtung Op-Art

Was ist „Op-Art“ eigentlich?

Die Kunstrichtung „Op-Art“ steht für „Optical Art“ („Optische Kunst“) und ist eine Art von Kunst, die in den 1960er Jahren entstanden ist.

Der Name „Op-Art“ kommt von dem Wort „optisch“, weil die Kunstwerke dieser Richtung darauf abzielen, deine Augen zu täuschen und optische Illusionen zu erzeugen: Bewegung, Flimmereffekte, optische Täuschung.

Wichtige Merkmale von Op-Art

  • Geometrische Muster: Op-Art-Künstler verwenden oft sehr präzise und geometrische Muster, wie Linien, Kreise, Quadrate und Dreiecke. Diese Muster sind sehr ordentlich und wiederholen sich oft.
  • Illusion von Bewegung: Op-Art-Werke können so aussehen, als ob sie sich bewegen oder flimmern, obwohl sie eigentlich stillstehen. Dies geschieht durch die geschickte Anordnung der Linien und Muster.
  • Kontrastreiche Farben: Op-Art verwendet oft starke Kontraste zwischen Farben, wie Schwarz und Weiß, oder lebendigen, kontrastierenden Farben wie Rot und Blau. Dies verstärkt die optischen Effekte.
  • Optische Täuschungen: In Op-Art-Werken werden oft optische Täuschungen verwendet, um den Betrachter dazu zu bringen, Dinge zu sehen, die eigentlich nicht da sind. Zum Beispiel könnten Teile des Bildes größer oder kleiner erscheinen, als sie tatsächlich sind.
  • Abstrakte Kunst: Op-Art ist oft abstrakt, das bedeutet, dass die Bilder nicht unbedingt etwas Bestimmtes darstellen, wie Menschen oder Tiere, sondern eher Formen und Muster verwenden, um eine Idee oder ein Gefühl zu vermitteln.

Bekanntester Maler

Victor Vasarely

  • geboren: 1906 in Pécs, Ungarn
  • gestorben: 1997 in Paris
  • Maler und Werbegrafiker